Eine Maßnahme, um die Betrugsbekämpfung zu verstärken 

Ab dem 1. Juli 2026 schafft SNCB-NMBS die Möglichkeit ab, Tickets direkt beim Zugbegleiter zu kaufen. Diese Entscheidung soll an eine wesentliche Regel erinnern: Jeder Fahrgast muss vor dem Einsteigen über einen gültigen Fahrschein verfügen (der bei einer Kontrolle vorzuzeigen ist).

Die Möglichkeit, ein Ticket an Bord zu kaufen, führte bei Kontrollen zu Diskussionen, die manchmal aggressiv verliefen, zwischen Fahrgästen und dem Zugpersonal. Durch die Beseitigung dieser Konfliktquelle möchte die SNCB die Regeln klarstellen und die Sicherheit ihrer Mitarbeiter verbessern.

Dies ermöglicht es den Zugbegleitern auch, sich auf ihre Hauptaufgaben zu konzentrieren: für eine sichere Fahrt zu sorgen, die Fahrgäste zu informieren und für ihre Betreuung zu sorgen.  

Direkte Auswirkungen auf den Ticketbetrug 

Der Ticketbetrug verursacht jedes Jahr Verluste in Höhe von schätzungsweise mehreren Dutzend Millionen Euro. Die Beendigung des Ticketverkaufs an Bord soll dazu beitragen, opportunistisches Verhalten einzudämmen, wie beispielsweise den Kauf eines Tickets nur im Falle einer Kontrolle.

Diese Entwicklung bringt die SNCB zudem näher an die in den meisten europäischen Ländern geltenden Praktiken heran, wo der Verkauf an Bord bereits nicht mehr erlaubt ist.  

Wo wird diese Abschaffung gelten? 

Die Einstellung des Ticketverkaufs an Bord betrifft alle in Belgien verkehrenden Züge sowie die meisten grenzüberschreitenden Verbindungen.
Einige Ausnahmen bleiben jedoch für bestimmte internationale Verbindungen bestehen, insbesondere für EuroCity, Eurocity Direct, OUIGO, TGV INOUI und die Züge, die Kortrijk oder Tournai mit Lille verbinden.

Wo kann man ein Ticket kaufen?

In den letzten Jahren wurden die Möglichkeiten zum Ticketkauf erheblich erweitert und vereinfacht. Heute werden mehr als 90 % der Tickets über digitale Kanäle (Website, App) oder an Ticketautomaten gekauft.

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