Das Leben im Bahnhof: Wenn Bahnhöfe zu echten Lebensorten werden
Entdecken Sie, wie die SNCB/NMBS bestimmten verfügbaren Flächen in ihren Bahnhöfen neue Funktionen gibt – abgestimmt auf die Bedürfnisse der Reisenden und des lokalen Lebens.
Was wäre, wenn der Bahnhof weit mehr wäre als nur ein Durchgangsort?
Täglich passieren nicht nur Reisende die Bahnhöfe, sondern auch Anwohner, Berufstätige und Besucher. Sie nehmen eine zentrale Rolle in unseren Städten und Gemeinden ein, und ihre Funktion entwickelt sich mit den Nutzungen, Bedürfnissen und Erwartungen der Gesellschaft weiter.
Bei der SNCB/NMBS spiegelt sich diese Entwicklung in einer klaren Ambition wider: Bahnhöfe offener, nützlicher und besser in ihr Umfeld integriert zu gestalten.
Genau darum geht es beim Programm „Das Leben im Bahnhof“.
Das Programm im Video
In diesen Videos erklären Caroline Denis, Expertin für kommerzielle Aktivitäten – „Das Leben im Bahnhof“ bei SNCB-NMBS, und Diederik De Bruycker, Senior Manager Commercial & Temporary Activities bei SNCB-NMBS, wie das Programm „Leben im Bahnhof“ bestimmte verfügbare Flächen in Bahnhöfen transformiert.
👉 Sehen Sie sich das Video auf Französisch mit Caroline Denis an
👉 Sehen Sie sich das Video auf Niederländisch mit Diederik De Bruycker an
Verfügbaren Flächen eine neue Nutzung geben
Im Laufe der Zeit sind in Bahnhofsgebäuden – insbesondere in kleineren Bahnhöfen – bestimmte Flächen frei geworden. Anstatt sie ungenutzt zu lassen, möchte die SNCB-NMBS ihnen eine neue Funktion geben.
Das Programm „Leben im Bahnhof“ zielt darauf ab, diese Orte wiederzubeleben, indem dort Projekte angesiedelt werden, die sowohl für Reisende als auch für Anwohner einen Mehrwert bieten. Diese Flächen können Geschäfte, Dienstleistungen, soziale oder kulturelle Initiativen, Gastronomiekonzepte, Werkstätten oder mobilitätsbezogene Aktivitäten beherbergen.
Die Projekte werden in Zusammenarbeit mit Städten und Gemeinden über Projektaufrufe entwickelt. Ziel ist es, Angebote zu schaffen, die den lokalen Bedürfnissen entsprechen und gleichzeitig das Bahnhofserlebnis verbessern.
Konkrete Projekte im ganzen Land
In der Praxis nimmt dieser Ansatz sehr unterschiedliche Formen an. Räume, die früher anderen Zwecken dienten, erhalten eine neue Funktion und werden vollständig in das Leben des Viertels integriert.
In Lede beherbergt ein Raum heute ein Fahrradgeschäft. In Jambes werden kreative Workshops im Bahnhof organisiert. In Rochefort-Jemelle bringt eine Guinguette neue Dynamik an den Standort. In Brüssel-Kapellekerk hat sich eine Keramikwerkstatt niedergelassen. In Court-Saint-Étienne trägt ein lokales und nachhaltiges Restaurant zum Leben im Viertel bei. In Ternat sorgt ein Konzept aus Barbershop und Taverne für neuen Schwung im Bahnhof.
Über diese Beispiele hinaus zeigt sich die Vielfalt der Projekte im ganzen Land. In Diksmuide wurde ein einladender Ort entwickelt, der Gastronomie mit Produkten aus kurzen Lieferketten verbindet und besonders auf die Inklusion von Menschen mit Autismus achtet. In Harelbeke ist seit mehreren Jahren ein Fair-Trade-Shop im Bahnhof präsent, während in La Hulpe eine kürzlich eröffnete Poststelle auf alltägliche lokale Bedürfnisse eingeht.
Das Programm fördert auch die lokale und nachhaltige Wirtschaft, etwa mit einem Angebot an regionalen Produkten in Opwijk und einem handwerklichen Geschäft in Mont-Saint-Guibert. In Mechelen-Nekkerspoel bietet eine Kinderbuchhandlung einen einladenden Raum, während in Liedekerke Ernährungsberatung zu Wohlbefinden und Gesundheit beiträgt.
Einige Bahnhöfe werden zudem zu echten Treffpunkten. In Walcourt bietet ein „Dritter Ort“ lokale Aktivitäten und bringt regelmäßig Bewohner zusammen. In Pepinster belebt ein Modelleisenbahnclub ehemalige Bahnhofsflächen neu und bewahrt dabei sogar Elemente der Eisenbahnvergangenheit.
Jedes Projekt ist anders, doch alle verfolgen dieselbe Ambition: den Bahnhof lebendiger, nützlicher und einladender zu machen.
Ein konkreter Nutzen für Reisende und Quartiere
Durch die Vielfalt der Aktivitäten und die stärkere Nutzung vor Ort tragen diese Initiativen dazu bei, das Gesamterlebnis im Bahnhof zu verbessern. Die Orte werden lebendiger, angenehmer und sicherer.
Doch die Wirkung geht über die Reisenden hinaus. Indem sich Bahnhöfe für lokale Projekte öffnen, spielen sie auch eine Rolle für die Dynamik der Quartiere. Sie werden zu Treffpunkten, an denen Menschen einander begegnen, sich austauschen und manchmal auch verweilen.
Nach und nach etablieren sie sich als zentrale Orte des lokalen Lebens – an der Schnittstelle von Mobilität, Dienstleistungen, lokaler Wirtschaft und sozialem Austausch.
Die Bahnhöfe von morgen gestalten
Das Programm „Leben im Bahnhof“ ist Teil eines gemeinsamen Ansatzes. Es basiert auf der Zusammenarbeit zwischen SNCB-NMBS, Städten und Gemeinden sowie einer Vielzahl lokaler Partner.
Viele Projekte wurden bereits umgesetzt, und im ganzen Land entstehen weiterhin neue. Diese Dynamik spiegelt eine langfristige Vision wider: offene, anpassungsfähige und vollständig in ihr Umfeld integrierte Bahnhöfe.
Mit „Leben im Bahnhof“ begleitet die SNCB-NMBS die Entwicklung der Nutzung von Bahnhöfen und gibt ihnen einen neuen Platz im Alltag von Reisenden und Quartieren.